Wie weiter nach der Volksschule

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Das Bildungsangebot im Anschluss an die elf obligatorischen Schuljahre der Volksschule ist gross. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen zwei Wegen: Entweder machen Sie eine Berufslehre oder gehen weiter zur Schule.

Berufslehre

Die meisten Jugendlichen in der Schweiz steigen mit einer Lehre ins Berufsleben ein. Der Vorteil einer Lehre besteht in der engen Verbindung von Berufspraxis und Schulunterricht: An drei bis vier Tagen pro Woche arbeiten Sie im Lehrbetrieb, wo Sie die praktische Ausbildung erhalten; an ein bis zwei Tagen besuchen Sie die Berufsfachschule, wo Sie sich den theoretischen Hintergrund Ihres zukünftigen Berufes sowie zusätzliche Allgemeinbildung aneignen. In der Schweiz heisst dieses Nebeneinander von Praxis und Theorie «duale Ausbildung». Eine zweijährige Lehre schliessen Sie mit dem eidgenössischen Berufsattest (EBA) ab, eine drei- bis vierjährige Lehre mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ). Bei guten Leistungen können Sie während oder nach einer EFZ-Lehre zudem die Berufsmaturität (BM) erwerben. Die BM eröffnet Zugang zu einem Studium an einer Fachhochschule (FH).

Ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis mit BM können Sie auch in einer berufsbildenden Vollzeitschule erwerben. In der Wirtschaftsmittelschule (WMS) oder der Informatikmittelschule (IMS) besuchen Sie während drei Jahren den schulischen Unterricht und machen anschliessend ein einjähriges Praktikum in einem Betrieb.

Mehr zur Berufslehre (Berufliche Grundbildung)

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Weiterführende Schulen

Haben Sie die Weiterbildungsschule im E-Zug bzw. die Sekundarschule im E-Zug oder im P-Zug abgeschlossen und möchten weiter zur Schule gehen? Dies können Sie entweder in der Fachmaturitätsschule (FMS) oder im Gymnasium tun.

In der Fachmaturitätsschule wählen Sie eine von sechs Fachrichtungen, vertiefen Ihre Allgemeinbildung und schliessen nach drei Jahren mit dem Fachmittelschulausweis ab. Dieser eröffnet Zugang zu einem Studium an bestimmten höheren Fachschulen (HF) sowie zum vierten FMS-Schuljahr. In diesem vierten Schuljahr absolvieren Sie ein Praktikum in Ihrer Fachrichtung und schliessen mit der Fachmaturität ab. Diese eröffnet Zugang zu einem Studium an einer Fachhochschule (FH).

Im Gymnasium steht die Vertiefung einer breiten Allgemeinbildung im Vordergrund. Sie wählen ein Schwerpunktfach und ein Ergänzungsfach an einem der fünf Basler Gymnasien aus und schliessen mit der gymnasialen Maturität ab. Diese eröffnet Zugang zu einem Studium an einer Universität, einer Fachhochschule und einer Höheren Fachschule. Als Absolventin oder Absolvent des E-Zugs der WBS absolvieren vor dem Übertritt in die 3. Klasse des Gymnasiums die einjährige Übergangsklasse WBS–Gymnasium.

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Noch keine Anschlusslösung?

Wissen Sie noch nicht, was Sie nach der obligatorischen Schulzeit machen werden? Als Schülerin oder Schüler bekommen Sie automatisch Unterstützung. In der 2. Klasse der WBS oder des Gymnasiums bzw. in der 3. Klasse der Sekundarschule stehen Ihnen Fachleute beim Klären der Frage, wie es weitergehen soll, zur Seite. Im Rahmen des sogenannten Übergangsverfahrens lernen Sie verschiedene Angebote kennen, zum Beispiel die Berufsberatung, die Lehrstellenvermittlung, die Brückenangebote, das Gap Case Management Berufsbildung oder das Mentoring-Programm beider Basel.

Mehr zu diesen Unterstützungsangeboten

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Späterer Wechsel möglich

Ein Wechsel zwischen Berufslehre und Mittelschulen ist zu einem späteren Zeitpunkt in beide Richtungen möglich: Auch als Gymnasiastin oder FMS-Schüler können Sie sich noch für eine Berufslehre entscheiden. Ebenso können Sie nach einer Berufslehre mit EBA eine verkürzte EFZ-Berufslehre absolvieren oder sich nach einer Berufslehre mit EFZ und BM während der einjährigen Passerelle auf Ergänzungsprüfungen vorbereiten, die den Zugang zu einem Universitätsstudium öffnen. Die Fachleute der Berufsberatung beraten Sie gern.

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Weiterbildungen für Erwachsene

Auch später als Erwachsene haben Sie mit einer Berufsbildung Weiterbildungsmöglichkeiten. Mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) oder einer gleichwertigen Qualifikation stehen Ihnen beispielsweise die breit und generalistisch angelegten Bildungsgänge an höheren Fachschulen (HF) offen. Diese vermitteln Fachwissen sowie Führungskompetenzen und bringen Sie in Ihrer beruflichen Karriere weiter. Wenn Sie schon Berufserfahrung gesammelt haben, kommt auch die eidgenössische Berufsprüfung (BP) in Frage. Damit vertiefen Sie Ihr Fachwissen, spezialisieren sich und qualifizieren sich für eine eidgenössische höhere Fachprüfung.

Mehr zur höheren Berufsbildung

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Weitere Informationen

In der Broschüre «Nach der WBS. Der erste Schritt zur eigenen Laufbahn» sind alle Bildungswege ausführlich beschrieben (im unten stehenden Menü «Publikationen»).

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