Berufslehre

© Christian Flierl

Nach den elf obligatorischen Schuljahren an der Volksschule stellt sich die Frage: in eine weiterführende Schule gehen oder eine Berufslehre machen? Eine Lehre, heute berufliche Grundbildung genannt, dauert zwei, drei oder vier Jahre und ist auf einen bestimmten Beruf ausgerichtet. In der Schweiz können derzeit rund 260 eidgenössisch anerkannte Berufe erlernt werden. Rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Schweiz erhalten durch die berufliche Grundbildung eine solide Grundlage für den Start ins Berufsleben.

Theorie und Praxis kombiniert

Die berufliche Grundbildung vermittelt alles, was es an Kenntnissen und Fähigkeiten für den gewählten Beruf braucht. Die besondere Stärke der beruflichen Grundbildung in der Schweiz ist, dass sie die praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und in den überbetrieblichen Kursen mit der theoretischen Ausbildung sowie der Allgemeinbildung an der Berufsfachschule kombiniert.

Die Jugendlichen arbeiten in ihrem Lehrbetrieb und besuchen an ein bis zwei Tagen pro Woche eine Berufsfachschule. Die Berufsfachschule vermittelt das theoretische Fachwissen im Berufsfeld; es werden dort aber auch allgemeinbildende Fächer und Sport unterrichtet. Als dritter Lernort kommen die überbetrieblichen Kurse hinzu, in denen grundlegende berufliche Fertigkeiten vermittelt werden. Diese parallele Ausbildung in Betrieb und Berufsfachschule – duales System genannt – ist eine ausgezeichnete und breit abgestützte Basis für den erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Es ist auch möglich, während oder nach der beruflichen Grundbildung die Berufsmaturität zu erwerben.

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