Berufsmaturität

© Christian Flierl

Möchten Sie nach der obligatorischen Schulzeit eine Berufslehre absolvieren und sich gleichzeitig den Zugang zu einem Fachhochschulstudium sichern? Oder haben Sie eine Berufsausbildung EFZ abgeschlossen und möchten weiter studieren? Dann ist die Berufsmaturität der ideale Weg. Mit der Berufsmaturität sind Sie doppelt qualifiziert: einerseits in Ihrem Beruf, anderseits für zahlreiche Weiterbildungen.

Königsweg an die Fachhochschule

Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler können während oder nach der Berufslehre zusätzlich die Berufsmaturität (BM) erlangen. Diese öffnet den prüfungsfreien Zugang zu den Fachhochschulen. In der Berufsmaturitätsschule (BMS) erweitern Sie Ihre Allgemeinbildung und Ihr Fachwissen in Ergänzung zum Unterricht an der Berufsfachschule. Die Berufsmaturität verbessert die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten enorm. Mit dem zusätzlichen Passerellen-Lehrgang und einer Prüfung ist auch der Zugang zu einer Schweizer Universität oder zur Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH möglich.

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Verschiedene Wege zur BM

Die Berufsmaturität lässt sich in verschiedenen Fachrichtungen und auf verschiedenen Wegen erlangen. Sie steht immer im Zusammenhang mit einer Berufsausbildung und kann während der Lehre (BM1), nach erfolgreichem Lehrabschluss (BM2) oder im Rahmen der Wirtschaftsmittelschule (WMS) oder der Informatikmittelschule (IMS) erlangt werden. Lehrbetriebe, welche die Berufsmatur unterstützen, sind im Lehrstellennachweis LenaBB speziell gekennzeichnet.

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Fünf Ausrichtungen

Die fachlichen Ausrichtungen der Berufsmaturität heissen:

  • Technik, Architektur und Life Sciences
  • Wirtschaft und Dienstleistungen
  • Gestaltung und Kunst
  • Gesundheit und Soziales
  • Natur, Landschaft und Lebensmittel

Bei der BM1 gibt der von Ihnen gewählte Beruf die Ausrichtung meist vor. Bei der BM2 wählen die Berufsmaturandinnen und -maturanden die Ausrichtung selber, unabhängig davon, welchen Beruf sie zuvor erlernt haben.

Mehr zur Berufsmatur auf Berufslehre plus Berufsmatur

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Aufnahmebedingungen

Um an der Berufsmaturitätsschule aufgenommen zu werden, muss man die Zulassungsbedingungen erfüllen oder eine Aufnahmeprüfung bestehen. Dies gilt sowohl für BM1 wie auch für BM2.

Die BM2 lässt sich entweder in einem Vollzeitjahr (2 Semester) oder berufsbegleitend (in 4 Semestern) erreichen. Bei der berufsbegleitenden Variante ist – je nach gewählter Ausrichtung – eine Berufstätigkeit bis 80 Prozent möglich.

Informationen über die verschiedenen Ausrichtungen und die genauen Anforderungen finden Sie auf der Webseite Berufslehre plus Berufsmatur.

Die Aufnahmebedingungen für Wirtschaftsmittelschule und die Informatikmittelschule, die beide zur kaufmännischen Berufsmaturität führen, erfahren Sie auf den Webseiten der beiden Schulen.

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