Gymnasien

© Michaela Stähli

Im Kanton Basel-Stadt gibt es fünf staatliche Gymnasien, die ihre Schülerinnen und Schüler auf ein Hochschulstudium vorbereiten. Alle fünf unterrichten auf der Grundlage des eidgenössischen Maturitätsanerkennungsreglements (MAR). Ein Maturitätsabschluss ermöglicht den freien Zugang zu allen Universitäten und Hochschulen der Schweiz, ausser bei Studien mit Numerus Clausus oder obligatorischen Aufnahmeprüfungen. Gegenwärtig (Schuljahr 2016/17) besuchen rund 2’600 Schülerinnen und Schüler ein staatliches Basler Gymnasium. Etwa 18 Prozent davon wohnen nicht im Kanton Basel-Stadt.

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Das wichtigste Ziel gymnasialer Bildung ist es, jungen Menschen eine umfassende Allgemeinbildung zu vermitteln und sie auf ein Hochschulstudium vorzubereiten. Die gymnasiale Maturität führt nicht zu einer speziellen Fakultät hin, sondern zur allgemeinen Studierfähigkeit. Im Gymnasium gilt es, neues Wissen zu erwerben, einzuordnen, kritisch zu bewerten und die Verantwortung für den Lernerfolg selbst zu übernehmen. Diese Fähigkeiten sind später im Studium und in den akademischen Berufen gefordert.

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Zehn Grundlagenfächer

Prägend für die Gymnasien ist die breite Palette der Grundlagenfächer, die in der ganzen Schweiz das gemeinsame Fundament der gymnasialen Bildung ausmachen. Für alle obligatorisch sind zehn Grundlagenfächer, ein Schwerpunktfach, ein Ergänzungsfach sowie die Maturitätsarbeit.

Wie sich die Lektionen auf die einzelnen Fächer verteilen, ist in einer Rahmenstundentafel für die Gymnasien festgelegt. Die Stundentafel der Basler Gymnasien ist weitgehend identisch mit derjenigen im Kanton Basel-Landschaft. Die Verteilung der Lektionen auf die Stufen liegt ebenso in der Kompetenz der einzelnen Schulen wie die Verteilung der Lektionen innerhalb eines Schuljahrs. Das obligatorische Wochenpensum für die Schülerinnen und Schüler beträgt im Durchschnitt 32 Lektionen.

Die Gymnasien haben einen gemeinsamen Lehrplan. Dieser definiert die Lernziele und fasst die Lerninhalte zusammen.

Mehr zum Lehrplan und zur Stundentafel der Gymnasien

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Schwerpunktfächer

Die Fächer Deutsch, Französisch, Englisch, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Geschichte, Geografie, Wirtschaft und Recht, Musik und Bildnerisches Gestalten sind Grundlagenfächer, wobei die Schülerinnen und Schüler ab der zweiten Klassen zwischen Musik und Bildnerischem Gestalten wählen müssen. Dazu kommen die nicht promotionsrelevanten Fächer Sport, Informatik und Lernen am Projekt. Beim Schwerpunktfach und beim Ergänzungsfach besteht eine Wahlmöglichkeit aus einem breiten Angebot. Beide Fächer sind für die Beförderung relevant. Zusätzlich zu diesen obligatorischen Fächern werden an allen Schulen diverse Freifächer angeboten.

Mehr zu den Schwerpunktfächern

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Übertrittsregelungen

Für den Übertritt von der Sekundarschule in eines der fünf Basler Gymnasien müssen künftig im letzten Jahr der Sekundarschule mindestens in einem der beiden Zeugnisse die notenmässigen Voraussetzungen erfüllt sein, die in der Schullaufbahnverordnung für die Leistungszüge E und P festgelegt sind. Auskünfte zu den – nicht für alle Schulen identischen – Regelungen für den Übertritt aus einer Privatschule sind via diese Kontaktadresse erhältlich.

Übertrittsbedingungen ins Gymnasium in der Schulaufbahnverordnung

Informationsveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule


Aufnahmebedingungen ausserkantonale Schülerinnen und Schüler

Informationsveranstaltungen für ausserkantonale Schülerinnen und Schüler

Zentrale Anmeldung

Beim Eintritt ins Gymnasium müssen sich die Schülerinnen und Schüler für ein Schwerpunktfach entscheiden. Sie können auch einen Wunsch für einen Standort anbringen. Die Anmeldung läuft über ein zentrales elektronisches System.

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Freiwillige Aufnahmeprüfung

Schülerinnen und Schüler, die im ersten Zeugnis der dritten Sekundarschulklasse noch nicht die Berechtigung für das Gymnasium erlangen, können sich im Januar 2018  für die freiwillige Aufnahmeprüfung anmelden.

Mehr zur freiwilligen Aufnahmeprüfung

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